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Historia Domus


Auf Grund der Ausgrabungen und Funde war eine Siedlung bereits aus der Kupferzeit auf dem heutigen Stadtgebiet. Vor der Landnahme der Ungarn 896 gründeten die Slawen Szoboszló am Ufer des Flusses Kösely. Der Name der Stadt lässt sich auf den slawischen Eigennamen Sobieslaw zurückführen. Unter den ältesten schriftlichen Zuegnissen taucht Burg Szoboszló 1214 im Regestrum Varadiensis erstmals auf. In den päpstlichen Zehntelverzeichnissen zwischen 1322-1337 wurde Szoboszló als eine Dorfgemeinde mit eigener Pfarrkirche angeführt, deren Schutzpatron Hl. Nikolaus war. Im Mittelalter war die Stadt im Besitz verschiedener namhaften adeligen Familien wie zum Beispiel Dózsa, Hunyadi, Szapolyai und Dobó. Im Jahre 1594 verwüsteten die Tataren Szoboszló.

Der Vorname der Stadt "Hajdú" bezeichnet einen Viehtreiber, der Vieher bis ans Meeresufer von Dalmatien während der türkischen Belagerung Ungarns trieben. Anfang des XVI. Jhdt. trieben diese Viehtreiber, d.h. Haiduck, ihre Vieher in militärischer Einheit und Ausrüstung auf die Märkte. Dieselben Viehtreiber übernahmen Soldatendienste für geringen Sold. Zu Haiduck wurden die aus ihren Dörfern vertriebenen Knechte, Adeligen niederen Standes und die Flüchtlinge der süd-slawischen Siedlungen. Fürst István Bocskai organisierte diese Haiduck zu einer einheitlichen militärischen Truppe. Er hat sie durch seine Schenkungsurkunde, die am 2. Sept. 1606 in Kassa herausgegeben wurde, in Szoboszló angesiedelt und bekamen Privilegien. Zu Haiduckstädten wurden: Böszörmény, Szoboszló, Nánás, Hadház, Dorog und Vámospércs. Aus diesen sechs Haiduckstädten wurde der Haiduckreis mit Sitz in Böszörmény.

1606 besetzten und enteigneten die hierher angesiedelten Haiduck kalvinistisch-evangelischer Konfession die im XV. Jhdt. im gotischen Stil gebaute Kirche. Seitdem ist sie in ihrem Besitz.

Die Haiduckgemeinde kalvinistisch-evangelischer Konfession verbot Personen katholischen Glaubens, sich in der Stadt niederzulassen, Wohnsitz oder Ackerland zu erwerben, obwohl die Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn Maria Theresa (1740-1780) 1757 ein Edikt im Interesse der Niederlassung von katholiken in Haiduckstädten kalvinistischer Konfession erliess.

Trotz eines aus dem Kaiserhof in Wien erlassenen Verbotes aus dem jahre 1731 führte die kalvinistische Kirchengemeinde 1773 einen zweiten pastor in sein Amt ein. Auf langes Flehen des Stadrates beliess die Kaiserin den Pastor in seinem Amt weiterhin. Dafür aber verordnete sie 1174 die Wiedererrichtung einer katholischen Pfarre. So war unsere Pfarre die erste wiederzugelassene unter den Haiduckstädten. Die Wiederzulassung der katholischen Pfarre beinhaltete eine Kirche, ein Pfarrhaus und eine katholische Schule. Noch in demselben Jahr umriss ein gemischter Ausschuss das Grundstück für Kirche, Pfarrhaus und Schule und zwar in der Nähe der kalvinistisch-evangelischen Kirche und auf dem Grundstück der städtischen Kneipe, wogegen der Stadtvorstand heftig protestierte. Am 4. Oktober 1775 fand die Amtseinführung des ersten katholischen Pfarrers István Farkas nach der Niederlassung der Haiduck statt.

Zur Zeit seiner Amtseinführung gab es keinen einzigen katholischen Gläubigen in der Stadt. Der Bischof von Eger Graf Károly Eszterházy (1762-1799) intervenierte bei der Kaiserin Maria Theresa, damit Katholiken sich in der Stadt niederlassen, da der Stadtvorstand kalvinistisch-evangelischer Konfession ihnen nicht genehmigte, Innengrundstück oder Ackerland zu kaufen.

Im September 1775 beendete der Kirchenbaumeister aus Debrecen József Litsman den Entwurf der zu bauenden katholischen Kirche. Der Stadtvorstand erreichte bei der Kaiserin, dass anstelle des Grundstückes der Kneipe ein anderes der katholischen Pfarrgemeinde bereitzustellen, da die Einnahmen der Kneipe für die Stadtverwaltung recht hoch lagen. Als Tausch für die Kneipe bot der Stadtmagistrat der katholischen Pfarrgemeinde ein grösseres Grundstück an. Diesen Grundstücktausch hiess der Bischof von Eger durch eine feierliche Deklaration gut.

Ein Jahr später, 1776, zählte die katholische Gemeinde bereits zehn Mitglieder. Die Eucharistie feierten sie in einer aus Holzbrettern zusammengestellte Kapelle. 1777 begann der Bau der einschiffigen barocken Kirche, Schule und des Pfarrhauses. Der Kirchenbau dauerte aus Geldnöten und Baumaterialienmangel bis 1786. Im April 1788 genehmigte der Bischof von Eger die Einweihung und Inbesitznahme der fertig gestellten Kirche. Noch im gleichen Jahr wurde auch das Pfarrhaus auferbaut. Der Patron der Pfarrgemeinde und Kirche ist König Hl. Ladislaus aus dem Arpaden-Haus. Er herrschte von 1077-1095.

Das Innere der Kirche bietet dem Besucher einen lichtdurchlufteten, einschiffigen Raum mit Tonnengewölbe. Den Hauptakzent bilden die Deckenfresken, die der Mezőkövesder Maler István Takács 1957 schuf und die in ihre Begleitmalerei eingebunden sind.

  1. Wenn wir die Kirche betreten und in Richtung Heiligtum gehen, so richtet sich unser Blick auf das erste Deckenfresko. Es stellt die Hl. Elisabeth von Thüringen aus dem Arpaden-Haus unter den Armen dar. Mit rechter Hand teilt sie Almosen aus und in der linken Hand hält sie frische Rosen.
  2. Das zweite Deckenfresko stellt unseren ersten ungarischen König den Hl. Stefan (1000-1038) dar, der vor seinem Tod der seligen Jungfrau Maria Ungarn anvertraut. Mit seinem Vermächtnis ist unser Land zu Land Mariä (Regnum marianum) wurde.
  3. Am Triumphbogen, der das Kirchenschiff mit dem Heiligtum verbindet, sind Lebensbilder vor Ort in dreifacher Gliederung zu sehen.
  • An der linken Seite ist ein Hirt mit seinen Schafen zu sehen. Solange die Stadt über das Thermalbad nicht verfügte, lebte man aus der Viehzucht.
  • An der linken Seite sind Arbeiter, die Erdbohrungen machen, weil sie nach Thermalwasser suchen. Neben ihnen ist ein Bohrturm aus Holz und das hervorquellende Wasser zu sehen. (Dieses mittlere Fresko ist an Hand eines Lichtbildes gemalt worden.) Ihre Suche nach Thermalwasser hatte Erfolg. Dies ist das Thema des nächsten Fresko an der rechten Seite der mittleren Zone des Triumphbogens, auf dem Sie einen Teich, ein Badehaus und Becken sehen können. Die Badegäste eilen zum Becken, in dessen Wasser sie ihre Heilung erhoffen. In der Mitte des Triumphbogens halten zwei Engel eine Steintafel, deren Inschrift so lautet: "Gott legte die Heilkraft ins Wasser von Hajdúszoboszló. "All das tat er dafür, dass ihr Gott suchet,… werdet ihn schon finden, denn er ist niemandem von uns fern…" (ApG 17,27).
  1. Das Thema des Deckenfreskos über dem Heiligtum ist das Allerheiligste Sakrament.
  2. Das Fresko oberhalb des Hauptaltarbildes stellt unseren Patron den ungarischen König Hl. Ladislaus dar, wie er aus dem Felsen Wasser geschlagen hat. Dank dieser Legende erhielt der Hl. Ladislaus den Ehrentitel "ungarischer Mose".

Die Pfarrkirche wurde zur 200 jährigen Jubiläumsfeier durchgreifend renoviert.

Im jahre 1978 kehrte der damalige Kardinal-Erzbischof von Krakau Karol Wojtyla für eine kurze Zeit in diese Kirche ein, während er nach Kaba fuhr, um die polnischen Gastarbeiter dort zu besuchen. Damals waren nämlich viele Polen am Bau der Zuckerfabrik von Kaba beteiligt. Der Kardinal-Erzbischof von Krakau wurde am 16. okt. 1978 zum Papst gewählt und nahm den Namen Johannes Paul II. auf. Die Echtheit seines kurzen Besuches in unserer Kirche erkennt auch eine Urkunde aus dem Staatssekretariat des Vatikans mit der Unterzeichnung des Kardinalstaatssekretärs Aogostino Casaroli. Diese Urkunde ist im Pfarrbüro ausgehängt.

In der Nähe des Thermalbades können Sie noch eine Kapelle in der Wesselényi Strasse 1 besuchen. Diese Kapelle kam ursprünglich aus einer Familienwohnung zustande, in der der Eigentümer seit 1937 der Gemeinde ein Zimmer für die sonntägliche Eucharistiefeier zur Verfügung stellte. Die Kapelle ist seit 1989 zur Ehre der Schmerzensmutter Maria eingeweiht.

Unsere Pfarre befindet sich im Bistum Debrecen-Nyíregyháza und Komitat Hajdú-Bihar. Die Einwohnerzahl der Stadt beträkt 25000. Davon zählt unsere Pfarrgemeinde 2000 Katholiken. Der Prozentansatz der Kirchgänger lieght ca. 7,5.